Klosterbetrieb
Augustinerkloster

Das Augustinerkloster in Würzburg ist ein Kloster des Augustinerordens in Würzburg in Bayern in der Diözese Würzburg.
Das St. Georg geweihte Augustinerkloster wurde 1262 durch den Pater Guido Salanus gegründet. Zu den Augustinereremiten gehörte ein Arzt namens Heinrich, der nach seinem Tod 1381 im Chor der damaligen, bis 1824 bestehenden Augustinerkirche in der heutigen Augustinerstraße einen Grabstein erhielt. Das Kloster der Augustinereremiten wurde im Zuge der Säkularisation 1803 nicht aufgehoben. Dies unterblieb vermutlich, weil die bayerischen Behörden befürchteten, dass im Falle einer Auflösung des Klosters dessen Bankguthaben in Wien von den österreichischen Behörden eingezogen werden könnte. (Von der Säkularisation verschont blieben auch die Würzburger Bettelorden-Klöster der „Reuerer“-Karmeliten, der Franziskaner und der Kapuziner auf dem Käppele.) Großherzog Ferdinand, der 1806 Großherzog von Würzburg geworden war, bestätigte per Dekret vom 4. Dezember 1806 den Bestand des Klosters. 1813 wurde das Gebäude des Augustinerklosters in der heutigen Augustinerstraße zum Lazarett umfunktioniert und zudem ein Lehrerseminar darin untergebracht. Die Augustiner mussten das Gebäude räumen. Sie zogen in das säkularisierte, weitgehend leerstehende Dominikanerkloster am heutigen Dominikanerplatz. Antonius Lauck (1752–1827), der Prior der Augustiner, hatte es von Großherzog Ferdinand erbeten.
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Lage: 49.7964, 9.9319