Die Reste der antike Stadt können besichtigt werden
Antike Stadt Pliska (Плиска)

In Bulgarien war die antike Stadt Pliska einst die erste Hauptstadt des Ersten Bulgarischen Reiches. Ihre Überreste in einer Ebene nahe des heutigen Ortes Pliska dienten von 681 bis 893 n. Chr. als Machtzentrum.
Geschichte+
Pliska wurde Ende des 7. Jahrhunderts durch die Protobulgaren gegründet, die den Standort aufgrund seiner günstigen Bedingungen für die Viehzucht und seiner Lage an wichtigen Handelsrouten wählten. Anfänglich bestanden die Bauten aus Holz, darunter runde und viereckige Gebäude für Wohn- und Repräsentationszwecke, umgeben von einer Befestigung und Siedlungen der einfachen Bevölkerung. Ende des 8. Jahrhunderts wurden die Holzbauten durch Steinbauten ersetzt, wobei der Krum-Palast vermutlich zu den ersten gehörte. Im Jahr 811 wurde die Hauptstadt durch den byzantinischen Kaiser Nikephoros I. niedergebrannt. Unter Omurtag (814–83) erfolgte der Wiederaufbau des Palastzentrums, wobei ein neuer Thronsaal an der Stelle des zerstörten Krum-Palastes errichtet und das Zentrum mit einer Steinmauer umgeben wurde. Nach der Einführung des Christentums als Staatsreligion im Jahr 864 unter Fürst Boris I. wandelte sich Pliska, heidnische Kultstätten wurden zu christlichen Gotteshäusern umfunktioniert und neue Kirchen entstanden. Im Jahr 893 wurde die Hauptstadt nach Preslaw verlegt, und Pliska verlor seine politische Bedeutung, entwickelte sich aber zu einem Wirtschaftszentrum. Der Niedergang der Stadt begann mit der Invasion der Petschenegen in den Jahren 1048-49.
Lage+
Die antike Stadt Pliska liegt in Bulgarien, im Bezirk Schumen, nahe der Stadt Kaspichan und dem heutigen Ort Pliska. Die Stätte befindet sich auf einer Höhe von etwa 172 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Besucher können die Überreste der antiken Stadt Pliska besichtigen. Dazu gehören das Ost-Tor, das einst den Haupteingang der Festung bildete, sowie die Ruinen des Thronpalastes, auch Omurtag-Palast genannt, und die des sogenannten „Kleinen Palastes“. Überall sind Mauern aus großen behauenen Blöcken, Bäder, Wasserleitungen und Wasserspeicher erkennbar. Im nordöstlichen Teil der Festung befindet sich ein Museum mit archäologischen Funden aus der Umgebung.
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Quelle: bulgariatravel.org · Bild: http://www.wehrbauten.de
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Lage: 43.3873, 27.1313