Antike BautenTartus (طرطوس)

Antike Stadt Amrit (عمریت)-Nekropole

Antike Stadt Amrit (عمریت)-Nekropole

Die antike Stadt kann besichtigt werden

Die Nekropole der antiken Stadt Amrit in Syrien liegt an der levantinischen Mittelmeerküste, nahe der heutigen Stadt Tartus. Besonders markant sind die Grabtürme al Maghazil, die sich über den in den Fels gehauenen Grabkammern erheben und schon von Weitem sichtbar sind.

Geschichte+

Die Ursprünge von Amrit reichen bis ins Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. zurück, mit ersten Siedlungsspuren in der mittleren Bronzezeit. Um 1600 v. Chr. wurde die Stadt von Amurritern aus Arwad gegründet. In ägyptischen Aufzeichnungen des 15. Jahrhunderts v. Chr. erscheint der Ort als „Stadt Mrt“. Ab der Zeit Alexanders des Großen, um 333 v. Chr., war Amrit unter dem Namen Marathos bekannt und geriet nach der Schlacht von Ipsos 301 v. Chr. unter die Kontrolle des Seleukidenreichs. Im 3. Jahrhundert v. Chr. versuchte die Stadt, ihre Unabhängigkeit von Arados zu erlangen und prägte um 230 v. Chr. eigene Münzen. Die genaue Zerstörung der Stadt ist unbekannt, doch Strabon beschrieb sie um die Zeitenwende als eine „niedergerissene“ phönizische Stadt. Neuere Ausgrabungen im Jahr 2011 zeigten jedoch, dass römische Grabkammern existierten, was auf eine spätere Nutzung hindeutet.

Lage+

Die Nekropole der antiken Stadt Amrit liegt im Gouvernement Tartus in Syrien, genauer im Bezirk Talkalakh, etwa sechs Kilometer südlich des Zentrums von Tartus. Sie befindet sich auf einer Höhe von circa 14 Metern über dem Meeresspiegel, eingebettet zwischen den Flussmündungen des Nahr al-Amrit und Nahr al-Qubli.

Vor Ort+

Die Grabtürme al Maghazil ruhen auf quadratischen Sockeln und erheben sich über unterirdischen Grabkammern. Das höchste dieser Monumente erreicht eine Höhe von etwa 7,50 Metern über dem Erdboden und ist mit einem zylindrischen Block sowie einer beschädigten Pyramide abgeschlossen. Ein weiterer, knapp 7 Meter hoher Turm zeigt drei zylindrische Bauteile mit abnehmendem Durchmesser, verziert mit Löwenprotomen und Zinnenfriesen. Östlich der Maghazile erstreckt sich die eigentliche Nekropole mit neun Hypogäen, die Grabkammern und Loculi enthalten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Meghazil_2.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 34.8325, 35.9118