Das Kloster kann besichtigt werden
Abbaye Saint-Pierre de Montmajour

Die Abbaye Saint-Pierre de Montmajour, ein ehemaliges Kloster, erhebt sich nordöstlich von Arles in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur in Frankreich. Die Stätte war einst von Sümpfen umgeben.
Geschichte+
Die Ursprünge von Montmajour reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als König Konrad III. von Burgund das Gelände als öffentlichen Friedhof auswies. Im Jahr 949 erwarb eine Adlige das Areal vom Kapitel der Kirche St. Trophime in Arles und gründete dort das Benediktinerkloster Saint-Pierre. Der Baubeginn der ersten Kirche erfolgte 1016. Ein 1030 erteiltes Ablassrecht, der „Pardon de Montmajour“, machte das Kloster zu einem Pilgerziel. Die Einnahmen aus dem Ablass wurden zur Trockenlegung der umliegenden Sümpfe genutzt, und das Kloster dehnte seinen Einfluss durch ein Netzwerk von bis zu 54 Prioraten rasch in der gesamten Provence aus. Im 11. Jahrhundert diente es als Nekropole für die Grafen der Provence. Ein 1703 begonnener Neubau unter Pierre Mignard wurde durch einen Brand 1726 und später durch die Halsbandaffäre des Kardinals Louis de Rohan, der Titularabt war, verhindert. König Ludwig XVI. schloss die Abtei 1786. Nachfolgende Verkäufe führten zum Verfall, der erst gestoppt wurde, als der Maler Jean-Jacques Réattu den Wachturm erwarb. 1872 wurden die Abrissarbeiten eingestellt und die Restaurierung begann.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Daniel Pelletier
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 43.7055, 4.6642