KlosterLa Roche-sur-Yon

Abbaye Notre-Dame des Fontenelles

Abbaye Notre-Dame des Fontenelles

Die Reste des Klosters können besichtigt werden

In der heutigen Gemeinde La Roche-sur-Yon in der Vendée liegt die Abbaye Notre-Dame des Fontenelles, einst ein Augustinerkloster. Obwohl heute eine Ruine, sind die Überreste ihrer im angevinischen Gotikstil erbauten Kirche erhalten.

Geschichte+

Das Kloster wurde im Jahr 1210 von Guillaume de Mauléon, dem Seigneur von Talmont-Saint-Hilaire, und seiner Gattin Béatrice de Machecoul, Herrin von La Roche-sur-Yon, gegründet. Ursprünglich als Benediktinerkloster konzipiert, wurde es nach einem Rechtsstreit um 1224 zu einem Augustinerstift umgewandelt und der Abtei Chancelade angegliedert. Die Weihe der Klosterkirche erfolgte 1248 durch Bischof Jean de Melun. Die Anlage, aus Granit im Stil der angevinischen Gotik errichtet, erlitt wiederholt schwere Zerstörungen. Im Hundertjährigen Krieg wurde sie beschädigt, und 1562, während der Religionskriege, von Protestanten angegriffen. Dabei wurden Mönche getötet, die Gebäude in Brand gesetzt und ein Teil des Kirchenschiffs zerstört, was die Kirche dauerhaft zu einem griechischen Kreuzgrundriss verkürzte. Weitere Angriffe folgten in den 1620er Jahren. Ab 1669 begann eine Restaurierung durch die reformierte Congrégation de France, doch Ende des 17. Jahrhunderts lebten nur noch drei Mönche dort. Im Zuge der Französischen Revolution wurde die Abtei 1791 aufgelöst und 1794 nach dem Durchzug der „Colonnes Infernales“ endgültig verlassen. Die Kirche diente später als Scheune, das Gelände landwirtschaftlichen Zwecken. Vernachlässigung führte zu weiteren Einstürzen, darunter dem Südquerhaus im Jahr 1935.

Vor Ort+

Heute sind von der Abbaye Notre-Dame des Fontenelles hauptsächlich die verkürzte Kirche und Teile des Kapitelsaals erhalten. In einem Bogennischengrab innerhalb der Kirche befindet sich eine Liegefigur, die möglicherweise die Stifterin Béatrice de Machecoul oder ihre Tochter darstellt. Die Reste des Klosters können besichtigt werden, die Anlage ist weiterhin Privatbesitz.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Selbymay · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 46.6642, -1.4864